Rauchen und Gesundheit

Rauchen und Gesundheit

Rauchen und Gesundheit, das sind zwei Dinge, die sich dann doch eher ausschließen. Auch wenn jeder Raucher steif und fest behaupten mag, jemanden zu kennen, der starker Raucher ist und trotzdem 90 Jahre alt geworden ist. Das mag schon vereinzelt zutreffen. Fakt ist aber eben auch, dass Rauchen und Gesundheit nicht unbedingt kompatibel sind, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Wer raucht, hat unter zahlreichen Nebenwirkungen zu leiden. Wohl jedem ist es bekannt, dass Raucher deutlich öfter an Lungenkrebs sterben als Nichtraucher. Dass Rauchen aber auch für zahlreiche andere Krankheiten verantwortlich ist, bei denen man noch nicht einmal im Traum darauf kommen würde, dass sie in irgendeiner Weise damit zu tun haben, das wissen viele eben nicht.

Rauchen verursacht nämlich bei weitem nicht nur Krebs. Aber fangen wir mal ganz von vorne an.

Rauchen und Gesundheit: die Gefahr von Krebs

Immerhin enthält Tabak sage und schreibe 4800 verschiedene Substanzen, die beim Rauchen in unsere Lunge gelangen. Viele davon sind giftig und werden von der Lunge im ganzen Körper verteilt. Da bedeutet also, dass noch weitaus mehr Organe vom Rauchen betroffen sind als nur die Lunge. Dennoch ist die Gefahr von Lungenkrebs am höchsten: Wer täglich ein bis zehn Zigaretten raucht, hat schon das zehnfache Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken als Nichtraucher.

Man muss sich das mal bildlich in Zahlen vorstellen: Alle acht Sekunden stirbt weltweit ein Mensch aufgrund des Rauchens. Alleine in Deutschland sind dies ganze 300 Menschen am Tag. Rauchen und Gesundheit? Hier wird schnell klar, dass diese zwei Dinge eben nicht zueinander passen.

Mal ganz vom Lungenkrebsrisiko abgesehen treten aber auch andere Krebserkrankungen bei Rauchern deutlich vermehrt auf. Dazu gehören zum Beispiel Blasenkrebs, Brustkrebs und Krebs in der Mundhöhle.

Rauchen und Gesundheit: negative Auswirkungen auf die Haut

Tatsächlich ist auch de Zustand der Haut bei Rauchern in der Regel deutlich schlechter als bei Nichtrauchern. Die Haut ist nämlich schlechter durchblutet. Das führt dazu, dass sie fahl erscheint und oftmals auch großporig wirkt. Zudem bekommen Raucher schneller Falten und wirken oftmals blass und ungesund.

Auswirkungen auf den Mund und die Zähne

Dass das Rauchen sich vor allem direkt auf den Mund und die Zähne auswirkt, ist naheliegend. Die Zähne verfärben sich unschön, weiterhin hat die Zigarette einen negativen Einfluss auf das Zahnfleisch. Dies kann sogar so weit führen, dass das Zahnfleisch sich zurückbildet und die Knochensubstanz verloren geht. Vom schlechten Mundgeruch mal ganz zu schweigen.

Rauchen und Gesundheit: Osteoporose

Man kann tatsächlich schon bei 18-20 jährigen Rauchern und Raucherinnen feststellen, dass die Knochen eine geringere Dichte haben als normal. Die Folge: vermehrte Knochenbrüche oder Osteoporose. Nikotin beschleunigt nämlich diesen Prozess, weil er dem Körper in hohem Maße das so wichtige Kalzium entzieht.

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Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck

Auch hierfür sind Raucher besonders anfällig: Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfall und Bluthochdruck, allesamt hierzulande ganz typische Alltagserkrankungen. Rauchen fördert erwiesenermaßen die Arteriosklerose der Gefäße und begünstigt entzündliche Prozesse in den Gefäßen. Die Gefäße verengen sich, was wiederum das Risiko für Herzerkrankungen erhöht. Zudem wirkt Rauchen blutdruckerhöhend. Hinzu kommt ein deutlich größeres Risiko für Schlaganfälle.

Durch die Gefäßverengung im Bein tritt leider auch das Phänomen Raucherbein häufig auf.  Viele Raucher der Meinung sind, dass dies ein überschaubares Risiko wäre. Dennoch muss die Erkrankung ernst genommen werden, selbst wenn nicht unmittelbar eine Amputation droht. Ein Raucherbein führt nämlich wiederum zu einer deutlichen Erhöhung des Risikos für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Man kann es also drehen und wenden, wie man will: Rauchen und Gesundheit, das passt keinesfalls zusammen. Immerhin gelten Herz-Kreislauferkrankungen zu der zweithäufigsten Todesursache bei Rauchern. 

Rauchen und Gesundheit – die direkten Nebenwirkungen

Nicht alle Folgen des Rauchens sind so langfristig und gravierend. Zu den genannten, schwerwiegenden Krankheiten kommen auch kurzfristige negative Auswirkungen auf die Gesundheit hinzu. Rauchen und Gesundheit – wohl jeder Raucher (und auch jeder Passivraucher) weiß, dass Rauch dafür sorgt, dass die Augen brennen, die Mundschleimhaut trocken und gereizt wird und dass die Haut schlechter durchblutet wird. Außerdem wird man, wenn man raucht, eindeutig kurzatmiger. Schon einfaches Treppensteigen kann anstrengend werden.

Rauchen und Gesundheit: Freie Radikale sorgen für schnelleres Altern

Und damit ist noch nicht genug: wer raucht, fügt seinem Körper noch mehr Schaden zu. Durch die im Körper entstehenden Schadstoffe bilden sich freie Radikale. Genau die sind aber sehr gefährlich für uns. Die Zellen in unserem Körper sind dann nämlich mit Hochdruck beschäftigt, diese Radikalen anzugreifen und zu vernichten. Wozu das führt? Ganz klar: dazu, dass wir insgesamt schneller altern. Das gilt im Übrigen nicht nur für das Rauchen (hier aber im besonderen Maße), sondern auch für andere schädliche Einwirkungen wie UV-Strahlung etc.

Gefahr für Babys von Rauchern – häufig unterschätzt

Sogar Babys von Rauchern sind gefährdet. Zum einen natürlich vor allem dann, wenn die werdende Mutter in der Schwangerschaft raucht. Dies hat zur Folge, dass rauchende Schwangere deutlich öfter Frühchen bekommen, Kinder mit Asthma oder ADHS, um nur einige Beispiele zu nennen. Ebenfalls konnte man beobachten, dass Kinder deutlich häufiger am plötzlichen Säuglingstod sterben, wenn Mutter oder Vater rauchen. Und hier reicht im Übrigen Passivrauchen schon aus! Babys sollten also ganz dringend in einer komplett rauchfreien Umgebung aufwachsen dürfen. Alles andere grenzt streng genommen sogar an Kindesmisshandlung.

Rauchen und Gesundheit, ein vielschichtiges Thema

Du siehst also, das Thema Rauchen und Gesundheit ist schier unerschöpflich. Und ganz sicher haben wir hier nur einen Bruchteil dessen aufgelistet, was Rauchen mit deinem Köper alles anrichten kann. Genau deswegen ist es wichtig, dass du mit dem Rauchen aufhörst – sofort! Gesund zu altern, das ist doch, wenn wir mal ehrlich sind, wohl insgeheim der Wunsch von uns allen. Es mag zwar sein, dass es dir momentan mit der Zigarette noch gut geht. Das Fatale ist aber: genau das kann sich schlagartig von heute auf morgen ändern. Und dann ist es zwar nicht zu spät, um damit aufzuhören – aber meistens zu spät, um irgendwelche Auswirkungen wieder rückgängig zu machen.

Rauchen und Gesundheit – die unmittelbaren Auswirkungen beim Aufhören

Dennoch muss erwähnt werden, dass sich der Körper relativ schnell von den Folgen des Rauchens erholt – zumindest bis zu einem gewissen Grad. Wenn du also meinst, jetzt würde es sich ohnehin nicht mehr lohnen, damit aufzuhören, liegst du falsch. Bereits einige Stunden danach kannst du wieder freier durchatmen. Puls und Blutdruck normalisieren sich, die Durchblutung wird besser. Das Herzinfarkt-Risiko sinkt, dein Geruchs- und Geschmackssinn erholen sich. Schon nach 2 Wochen erholt sich die Lunge und der Kreislauf stabilisiert sich. Du siehst also: zum Aufhören ist es nie zu spät!